(c) Paul Unmuth

Für die Ewigkeit – ein Edelstein von Mevisto

Im April dieses Jahres (2018) haben wir eine Nachricht bekommen, die unser Leben vollkommen auf den Kopf gestellt hat. Nichts war mehr wie vorher. Die Zeit blieb stehen, während sie an uns vorbeizog und man gleichzeitig das Gefühl hatte, sie aufhalten zu müssen.

Es war die Zeit, in der wir erfahren mussten, dass ich Krebs habe. Es war die Zeit, in der Ärzte meinem Frauchen erklärt haben, dass ich nur noch sechs Monate zu leben hätte.

Frauchens Welt brach zusammen und mein Herz tat weh, denn nie im Leben wollte ich ihr so einen Kummer bereiten und der Grund für so viele Tränen sein. Ich war machtlos. Aber eines war mir klar, kampflos würde ich nicht aufgeben und ich würde alles in meiner Macht Stehende tun, um ihr den Abschied so erträglich wie möglich zu machen.

Als ich vor 11,5 Jahren auf die Welt kam, wusste ich nicht, wie mein Leben mal aussehen würde, aber ich habe mein Frauchen gefunden und wir waren lange in unserer eigenen Welt. Wir, gegen den Rest.
Irgendwann wurden wir eine Familie und Bruno kam zu uns. Schon lange bevor die Diagnose kam, wusste ich, dass etwas nicht stimmte und Bruno zu uns zu holen, hat sich richtig angefühlt. Heute weiß ich warum.

In meinem Körper hat sich ein komisches Ding gebildet, das bis dato immer als Lipom diagnostiziert wurde. Ich war gesundheitlich bereits angeschlagen, konnte schlecht gehen, war müde und energielos. Ich bekam Anfälle mitten in der Nacht, konnte meine Hinterbeine nicht mehr bewegen und wurde immer schwächer.

Frauchen stellte meine Ernährung um und brachte mich alle zwei Tage zur Physiotherapie, bevor sie sich entschloss, das Geschwulst aus meinen Hüften operativ entfernen zu lassen. Die Operation verlief sehr positiv, umso erschütternder war die Nachricht, dass es Krebs ist, ein Weichteilsarkom Grad III.

Mit diesem Befund hat unsere Besuchsreihe auf der Onkologie der Veterinärmedizinischen Universität begonnen. Zahlreiche Untersuchungen und dann die alles entscheidende Nachricht, dass ich trotz erfolgreicher Therapie nur noch gute sechs Monate zu leben hätte.

Am liebsten wäre ich gleich gestorben, denn Frauchen ist vollkommen zusammengebrochen, sie hat nicht mehr viel gearbeitet, nur noch geweint, mich durchgehend gedrückt und auf mich eingeredet. Ich habe ihr tausendmal versucht zu erklären, dass ich nicht vor habe, jetzt sofort zu gehen, aber dass früher oder später der Moment kommen würde, wo ich nicht mehr da sein werde. Denn meine Zeit auf dieser Welt ist begrenzt und es muss auch ein Leben ohne mich geben.

Nach diversen Untersuchungen (Röntgen, Blutbefunde, CT) wurde eine Bestrahlung der hinteren rechten Hüftpartie vorgeschlagen. Durch die Lage des Tumors standen die Chancen gut, mit wenig Nebenwirkungen konfrontiert zu sein. Anders als bei Hals und Rachen, wo die Bestrahlung auch die Schleimhäute angreifen kann.

Ich war stark und hatte auch vor es zu bleiben und so blieb die Bestrahlung bei mir ohne Nebenwirkungen.
Auch die Nachuntersuchungen zwei Wochen nach der Strahlentherapie waren erfreulich und uns wurde eine Chemotherapie für die weitere Behandlung vorgeschlagen.

Frauchen hat sich von nun an mit nichts anderem mehr beschäftigt, als Meinungen einzuholen, Gespräche zu führen und sich in das Gebiet einzulesen, so gut es eben ging. Am Ende entschied sie sich gegen eine weiterführende Behandlung, sprich gegen eine Chemotherapie. Der Grund war − ich.

Denn ich war gut drauf, ich wollte leben und was erleben und wir haben uns still und heimlich darauf geeinigt, gemeinsam den Sommer unseres Lebens zu verbringen und dass ich strahlend und voller Lebensfreude diese Welt verlasse und keine Minute mehr an einem Tropf hängen sollte. Es war ein Bauchgefühl, das uns den schönsten Sommer meines Lebens gebracht hat. Frauchen hat ihren Job ganz hinten angestellt und eine Route zusammengestellt an alle Orte, die ich liebe. Wir waren viel am See, am Meer und in den Bergen. Wir waren Freunde besuchen und sind spazieren gegangen. 2,5 Monate sind wir herum gereist und haben alles erlebt, was man nur erleben kann.

(c) Katrin Princip

Am Ende bleibt uns immer die Erinnerung, das ist mir in diesen Monaten noch klarer geworden und so habe ich begonnen zu recherchieren.

„Was ist das Allerschönste, das ich für Frauchen machen kann?

Was gibt es, das so unfassbar besonders ist, dass es nichts gibt, was es toppen kann?“

Und dann habe ich Einstein kennengelernt.

Einstein ist der Gründer von MEVISTO. Naja, quasi der Gründer, der Chef und das Gesicht hinter Edelsteinen aus Asche. Einstein war maßgeblich an der Entstehungsgeschichte beteiligt, denn seine Haare waren es, die den Entwicklungsprozess begleitet haben.

MEVISTO entwickelte ein weltweit einzigartiges Verfahren, das es ermöglicht, aus den Elementen die in Haaren oder in der Asche von Menschen oder Tieren enthalten sind, Saphire oder Rubine entstehen zu lassen.

Im Unterschied zum herkömmlichen Erinnerungsdiamanten ist dieses Verfahren wissenschaftlich bestätigt. Bestätigt ist nicht nur die Einbringung der Elemente in die Atomstruktur, sondern auch die Einzigartigkeit jedes produzierten MEVISTO Edelsteins.
Gewählt werden kann zwischen drei Farben (Natur, Rot oder Blau) , wobei der exakte Farbton nicht beeinflusst werden kann. Die Farbe hängt von der individuellen Zusammensetzung der Haare oder Asche ab.

In dem Moment war mir klar, ich brauche einen Edelstein und habe mich auf den Weg nach Kirchham bei Gmunden gemacht. Daniela Reiter hat mir dann alles gezeigt und erklärt, hat mir geholfen meine Haare abzuschneiden und sie auch gleich zur Verarbeitung übernommen. 10 g reichen für einen Edelstein aus und dann ging es los.

Aus meinen Haaren sollten ein Edelstein für die Ewigkeit werden!

10 g Haare wurden an Daniela Reiter übergeben, um daraus einen Edelstein zu machen!

1.) Das chemische Verfahren
Die Haare werden chemisch aufbereitet, dieser Prozess dauert ca. 2 Wochen. Dabei werden die Elemente aus den Haaren gewonnen, diese Elemente sind bei allen unterschiedlich und machen das Verfahren so einzigartig. Wenn dieser Prozess abgeschlossen ist, wird alles vorbereitet, um den Kristall wachsen zu lassen.

2.) Der Edelstein
Bei über 2000°C wächst in einem speziellen Ofen der Edelstein. Der Wachstumsprozess dauert je nach Größe 1-2 Tage.

3.) Der Schliff
Der rohe, aber personalisierte Kristall bekommt dann seine endgültige Form von einem Edelsteinschleifer,  der rund 700 Mal durch die Lupe blickt, bis ein Edelstein fertig geschliffen und poliert ist. Je nach Schliff und Größe dauert auch das 1-2 Tage.

4.) Die Fassung
Danach geht der Edelstein zum Goldschmied und wird zu einem individuellen Schmuckstück gefertigt.

MEVISTO Edelsteine werden zu 100% in Österreich gefertigt und jeder Edelstein, der die Manufaktur verlässt, muss zuerst durch die Qualitätskontrolle. Jeder Edelstein bekommt bereits beim Eingang des Materials einen ISO-Code zugeordnet. Bei jedem Schritt wird dieser Code kontrolliert und am Ende in den Edelstein graviert. Bei der Übergabe bekommt man ein Zertifikat mit dem Code und eine wissenschaftliche Bestätigung, dass in diesem Edelstein Elemente von Mensch oder Tier sind.

Ich war bei fast jedem Schritt dabei, habe mich für die Farbe des Edelsteins und für eine Fassung entschieden. Ich weiß, dass Frauchen mich immer bei sich tragen möchte.

Entschieden habe ich mich schlussendlich für einen Ring, denn sie soll immer auf ihre Hände schauen, mit denen sie mich gestreichelt hat und daran denken, dass ein Teil von mir, immer bei ihr sein wird.

Frauchen hat den Ring zu Weihnachten bekommen und ihr Blick und ihre Freudentränen waren unbezahlbar.

Ich bin unendlich dankbar für diese wunderschöne Kooperation mit MEVISTO und die enge Zusammenarbeit in diesem Prozess, für die spannenden Stunden, die unzähligen Streicheleinheiten und für ein Erinnerungsstück, das uns alle überleben wird. Ein Familienerbstück, das noch viele Generationen begleiten und mich und meine Geschichte auf diese Art und Weise immer lebendig halten wird.

 

Nachdem ich Frauchen dieses Geschenk gemacht habe, war ihr sofort klar, wenn ich jemals diese Welt verlasse, dann soll aus meiner Asche ein weiterer Edelstein entstehen. Eine Kette, die sie nah beim Herzen tragen kann.

Das Team von MEVISTO berät euch gerne über alle Möglichkeiten und setzt eure Wünsche mit Liebe und Fingerspitzengefühl um!

www.mevisto.com

(c) Paul Unmuth