Hunde im Büro

Ich darf nicht ins Büro! Kollege Hund ist nicht willkommen!

Es ist ein Thema das Herrchen und Frauchen und uns Vierbeiner immer wieder beschäftigt und bei Fragezeichen auslöst. Die Wissenschaft nennt es Humanisierung, dass ich als vollwertiges Mitglied meiner Familie gesehen werde, ich nenne es MEIN ZUHAUSE!

Und geht´s uns Vierbeinern gut, geht´s der Wirtschaft gut, denn der Haustiermarkt wächst und wächst und würde so manchen VWL´ler in heitere Stimmung versetzen. Allein in Österreich werden über 417 Millionen Euro für Tiernahrung ausgegeben (Quelle). Und dabei sprechen wir nicht von Tierarztbesuchen, dem Hundefrisör oder unseren Trainingseinheiten und für manche Hunde sogar Wellness und Massage (ich wäre ja auch stark dafür, aber Frauchen ist da noch nicht auf den Geschmack gekommen). Aber ja ich bekomme Weihnachtsgeschenke, Osternester und sogar einen Adventkalender. Da mag so mancher den Kopf schütteln und lachen, ich finde das nur gerechtfertigt für meine überaus gutriechende und liebenswerte Anwesenheit!

640.000 Hunde zählt man in Österreich (ich denke es sind mehr, sind ja nicht alle so brav angemeldet) und das zurecht, denn wir machen unsere Menschen glücklich und das Leben erst lebenswert (ZITAT Frauchen und Umfrage von Nielsen im Auftrag der Allianz-Versicherung)

Also warum sind wir dann im Büro nicht willkommen? Denn die wenigstens Hundemamis und Papis können uns mit ins Büro nehmen. In den USA sind es nur 20% und in Österreich kann man sie an der Hand abzählen – laut  Michael Weihs (Unternehmensberater und Gründer der Plattform „Unternehmen mit Hund“)…. Wir sprechen so unter uns von sage und schreibe 160 Firmen, in den ich willkommen bin!

Und es ist vollkommen egal, ob man uns nicht mal spürt, wir nicht bellen, stundenlang brav unter dem Tisch lümmeln und schlafen…Unser Potenzial ist da wohl noch nicht erkannt worden, denn wir Hunde sind Harmonietiere und wir bringen Harmonie…

Ein Recht uns mitzunehmen, gibt es nicht, denn ohne die Erlaubnis vom Chef, müssen wir vor der Türe bleiben.

Wir wissen wir gut wir Frauchen und Herrchen tun, aber wir haben noch viel mehr positiven Einfluss auf das seelische Wohlbefinden, als so mancher denken möchte. Wir beruhigen Alzheimer-Kranke, und depressive Menschen haben bessere Heilungschancen, wenn sie Kontakt zu uns bekommen. Und: Wir helfen, Stress abzubauen. Schon nach 15 Minuten Spielen oder Knuddeln mit uns verändern sich wichtige Botenstoffe im Körper: Die Glückshormone Serotonin und Dopamin steigen an, das Stresshormon Cortisol sinkt. Zweibeiner fühlen sich deutlich entspannter, mutiger, zuversichtlicher. Na, wenn das nicht ausreichend Gründe sind uns eigentlich einen roten Teppich auszurollen und ich habe mir das nicht aus meiner Hundenase gezogen, sondern 1:1 abgeschrieben (Quelle).

Und es ist bewiesen, dass wir unseren Menschen nicht nur seelisch helfen, sondern auch für das körperliche Wohlbefinden sorgen und das zeigen Untersuchungen: Zweibeiner mit Hund sind fitter, weil sie regelmäßig mit uns spazieren gehen:)

Und ich habe eine Umfrage gestartet und in meinem Umkreis, würden sich alle freuen, wenn ich wieder ein Bürohund werden würde (früher durfte ich nämlich mit). Unsere Anwesenheit wirkt sich positiv auf das Betriebsklima aus und auch das ist nachgewiesen.

Hat die Univerity of Buffallo gezeigt, dass in Büros mit Hund weniger negativer Stress ist und der Blutdruck der fleißigen Arbeitsbienen gesenkt wurde, ach tun wir den Menschen gut! Und auch Studien der University og New York zeigen, was für unfassbare Leistungsverbesserer wir sind, wenn wir um Büro schlafen:). Zu guter letzt fördern wir die Teamfähigkeit und kollegiales Verhalten … aber hallo!

Und wenn ich mir mein Frauchen so ansehe, scheint sie unglücklicher als ich, dass ich nicht mehr mit ihr ins Büro darf.. Sie sorgt sich viel zu viel… Einen riesen Vorteil hat es, denn jetzt kommt sie viel eher nach Hause, eigentlich ein Nachteil für den Herrn Arbeitgeber, aber mir gefällt es…

Aus Hunderfahrung kann ich nur sagen, dass es viel diskutiert wird und ich auch der Meinung bin, dass ein Mittelweg wohl der gesündeste ist! Ein paar Tage im Büro und ein paar Tage bei meiner Hundesitterin wären für Frauchen und mich die ideale Konstellation! Und ich höre so viel negative Aussagen und möchte einige hier anführen und meinen Hundesenf dazu geben:

  • Kommt ein Hund, wollen alle ihren Hund mitnehmen:

-> dann regelt es doch! Hundebesitzer sind eine Gruppe, sie unterstützen sich und kennen die Probleme… Lasst Sie es untereinander ausmachen… Wir Hunde regeln es uns schon und dann kann es doch für Zweibeiner kein Problem sein einen „Hundemitnehmplan“ aufzustellen.

  • Nicht alle KollegInnen wollen Hunde:

-> reden, reden, reden, ausprobieren, testen, reden! Wer uns nicht kennt, kann auch nicht sagen, ob wir ihn stören.

  •  Hunde stinken, verlieren Haare und machen Lärm:

-> 3 Vorurteile, die nicht nur für Hunde gelten… Wir viele Zweibeiner stinken, weil Sie kein Deo finden, wie viele Zweibeiner haben Haarverlust oder gar eine Schuppenflechte:)! Und ehrlich ich bin nicht sicher wer lauter ist: Frauchen wenn sie telefoniert oder ich wenn ich schnarche?

  • Hunde lenken von der Arbeit ab:

-> Das tun lästige Zweibeiner auch, Bauarbeiten oder das Dauerklingeln eines Telefons… Ablenkung ist relativ und nicht jeder Vierbeiner mag unter einen Bürotisch passen! Unsere Herrchen und Frauchen sollten uns kennen und selbst entscheiden können, ob wir „bürotauglich“ sind oder nicht

Und ja manchmal verursachen wir Stress und Dreck und lösen Allergien aus, aber nicht mehr oder weniger als es Zweibeiner tun… Frauchen ist gegen Pessimismus allergisch und gegen Vorurteile, deswegen redet sie mit Menschen und sie vermisst mich im Büro, denn auch wenn ich manchmal stressig bin und stinke, kann nur ich sie beruhigen und zum Lachen bringen, wenn sie eigentlich keinen Grund zum Lachen hat!

Ich wollte nur einen kleinen Denkanstoß geben für alle Zweibeiner, die Vorurteile haben, die vielleicht gar nicht so berechtigt sind…

Und ich gebe allen Kritikern recht: In manchen Branchen haben wir nichts verloren, aber vergesst nicht, dass wir in anderen sozusagen stille, ehrenamtliche Glückshormone sein könnten und noch viel mehr…

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Und so sieht meine Hundewirklichkeit aus…

Hierzu auch ein kleines Video!

MEIN FAZIT:

Einen Weg zu finden der dem Büroalltag und dem Hundeleben gut tut! Denn sind wir uns mal ehrlich, wer will schon jeden Tag in´s Büro? Ich finde es schön ab uns zu in´s Büro mitzukommen, aber ich habe auch nichts dagegen, einmal zuhause zu sein oder den Tag mit meiner Hundesitterin zu verbringen. Verwöhnter Hund… denkt ihr vielleicht? Eher gut organisiertes Frauchen… Vielleicht mag sich nicht jeder einen Hundesitter leisten können, aber auch hier ist Kreativität gefragt, denn wie viele Menschen hätten gerne einen Hund und können sich keinen leisten? Vielleicht möchte ja jemand mit uns spazieren gehen, um zwischen Uni und Alltag den Kopf frei zu bekommen oder weil die Pension so viel Zeit hergibt… Gemeinsam lassen sich viele Probleme aus der Welt schaffen…

Frohes SCHAFFEN, euer Leopold!

Und über eure Meinung freue ich mich, denn ich denke das Thema ist noch nicht ausgehundelt (ähh ausgehandelt)!

 

Mein Wissen und meinen Ansporn für diesen Blog Post habe ich dank: