Schliafhansl – Gefahr für den Hund

Besondere Vorsicht ist derzeit bei einem Spaziergang oder beim Spielen geboten, denn die Wiesen und Felder und auch die Gehwege sind voll von sogenannten Grannen, die man sich leider schnell einfangen kann. Fangen sie sich mal im Fell, bohren sie sich langsam vor und können sich auch schmerzhaft in die Haut bohren.

Die Schliafhansl schauen harmlos aus, sind aber eine echte Gefahr für uns Vierbeiner und manchmal hat man keine Chance sie mehr zu entfernen und es hilft nur noch der Weg zum Tierarzt.

Bei uns hat es ganz harmlos begonnen, Frauchen hat bemerkt, dass ich nicht aufhöre an meiner Pfote zu schlecken und dann alle meine Pfoten untersucht. Es war leider nichts mehr sichtbar, ausser eine offenen Wunder. So gingen wir gleich zum Tierarzt und der hat dann eine Mini-Granne aus meiner Pfote entfernt. Fazit: Antibiotika und eine geschwollene und schmerzende Pfote.

 

 

Was sind Grannen (Ugs. Schliafhansl) ?

Eine Granne nennt man einen Teil eines Getreides oder eines Getreideähnlichen Unkrauts. Das Ende ist vorne spitz, rau und wirkt, als hätte es kleine Widerhaken. Einmal in die Haut eingedrungen, kann sie im Körper immer weiter wandern und richtige Schäden verursachen.

Verletze Pfote Hund

Die Gefahr der Grannen mit ihren Widerhaken lauert überall. Die Schliafhansl können bereits am Boden liegen oder der Hund streift sie beim einer Berührung und so können sie sich schnell im Fell festsetzen. Die feinen Widerhaken verhindern, dass die Grannen sich durch abschütteln entfernen lassen. Im Gegenteil – durch die Bewegung bohren sie sich immer tiefer ins Fell und schlussendlich in die Haut. Wie Pfeilspitzen bohren sie sich in die Haut des Hundes und können auch in der Haut noch weiter Strecke zurücklegen, wenn man sie nicht rechtzeitig findet.

Dadurch, dass sie auch am Boden liegen, gelangen sie sehr schnell in die Pfotenzwischenräume und von dort oft in die Haut.

 

Welche Anzeichen darauf hinweisen, dass der Hund sich Grannen eingefangen hat?

 

  • langes und immer wiederkehrendes Ablecken der Pfote,
  • geschwollene Pfote
  • humpeln nach dem Spaziergang, Pfote immer wieder heben
  • plötzliches husten oder starkes niesen, rinnende Nase
  • rinnende oder geschwollene Augen, starkes blinzeln
  • starkes Kopf schütteln,
  • kratzen am Ohr und Rötungen im und rund um das Ohr

Ein Anzeichen für Grannen im Ohr sind  häufiges Kopfschütteln oder kratzen, dadurch wird die Granne nur noch weiter in das Innere befördert und kann im schlimmsten Fall zu einer Gehörgangsentzündung führen. Diese unscheinbaren kleinen Dinger können sich sogar in das Trommelfell bohren. Entdeckt ihr eine Granne im Ohr, dann bitte sofort zu Tierarzt, denn sonst richtet man mehr Schaden an.

Im Auge folgt meist eine schlimme Bindehautentzündung, aber auch starke Schwellungen und Rötungen sind nicht selten. Auch hier gilt, sofort zum Tierarzt und nicht selber herum versuchen, die Granne zu entfernen. Man richtet mehr Schaden an, durch die Widerhaken.

Bei den Pfoten, sind besonders die Schwimmhäute betroffen. Durch die Bewegung bohren sich sie Grannen schnell in die Haut und muss oftmals durch einen kleinen Schnitt vom Tierarzt entfernt werden. Idealerweise entdeckt und entfernt man die Granne, noch bevor sie in der Haut steckt. Hat sie sich bereits in die Haut gebohrt, kann sich schnell ein eitriger Abszess bilden und im schlimmsten Fall entdeckt man es länger nicht und die Granne wandert immer weiter in den Körper hinein, wie eine Pfeil.

Kommt sie in die Nase, durch das Einatmen, dann wird der Hund durch häufig niesen und rinnende Nase versuchen, sie wieder los zu werden. Auch hier gilt sofort zum Tierarzt.

Verhindern kann man den Kontakt nicht, denn er lauert auch am asphaltierten Weg. Daher sollte man das Fell des Hunden und besonders die Pfotenzwischenräume nach jedem Spaziergang ganz genau anschauen und abtasten. Oftmals sind sie sehr schwer zu erkennen im hellen Feld.