Warum eine Hundebox Sinn macht

Mit dem Einzug von Bruno hat sich bei uns einiges geändert und auch unsere Einstellungen zu Produkten, die wir vorher nicht verwendet haben. Wenn man über eine Hundebox für Bruno und mich spricht, dann kaum über eine Box in der man uns herumtragen kann – das wären dann so um die 60 kg. Bei unseren Hundeboxen geht es vielmehr um Erziehung, Sicherheit und Ruhe. Bei kleineren Hunde ist so eine Box auch für Reisen praktisch und wird ihrem Namen „Transportbox“ auch gerecht.

Hundetransportboxen gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen und Größen. Als wir uns entschieden haben mit Bruno das Alleinsein zu üben, ihm einen Ruheort zu schaffen und uns auf Urlaube vorzubereiten, haben wir uns lange schlau gemacht, welche Hundebox wirklich Sinn macht.

Wichtig beim Kauf einer Hundebox ist vor allem die richtige Größe. Wir Hunde müssen in der Box aufrecht stehen und wir müssen unsere Position verändern können. Die ideale Box sollte leicht, aber stabil sein, ausreichend frische Luft bieten und einen einfachen Einstieg ermöglichen.

Wir haben unsere Suche auf faltbare Hundeboxen eingeschränkt, damit wir sie auch gut wegräumen können. Entschieden haben wir uns für die Hunter Transportboxen,  eine für Bruno und eine für mich.

Hundebox zur Erziehung – am Beispiel Bruno und Leopold

Speziell bei der Erziehung von Bruno hat uns die Hundebox im normalen Alltag bereits gute Dienste geleistet. Gerade im Büroalltag war es für Bruno zu Beginn stressig, wenn die Türe aufging, Gäste kamen oder auch nur der Postbote. Die Hundebox ist für ihn eine Rückzugsmöglichkeit und ein Ruheplatz, der ihn ein wenig von den äußeren Reizen trennt. Auch wenn es hektisch ist, Kinder herumrennen oder ein Trubel herrscht, nutzen wir beide die Box als Zufluchtsort. Denn gerade im Alter genieße ich die Ruhe und möchte auch gerne ein wenig abschalten. Bruno muss man oftmals zu seinem Glück zwingen, wenn er jedoch in seiner Box ist, dann fallen ihm schnell die Augen zu, denn auch Bruno muss einmal zur Ruhe kommen.

Auch das Alleinsein haben wir mit Bruno mit einer Box (Hunter Hundebox) trainiert, da auch er lernen muss, alleine sein zu können. In unserem Fall gar nicht so leicht, denn wir sind eigentlich rund um die Uhr zusammen, aber das wird und kann nicht immer so sein, deswegen war uns das ein besonderes Anliegen.  Begonnen haben wir mit dem „Alleinbleiben“ als Bruno die Box bereits gekannt und gemocht hat. Er hat sich in ihr wohl gefühlt und sie in keinster Weise mit negativen Erfahrungen in Verbindung gebracht. Wir haben die Hundebox genutzt, damit er nichts anstellen, ihm aber auch nichts passieren kann. Heute kann Bruno wunderbar alleine bleiben, auch ohne Hundebox, sei es zuhause oder sogar im Hotel.

Den Hund an die Box gewöhnen

Um den Hund an eine Hundebox zu gewöhnen, muss man diesen Platz auch einladend und spannend gestalten. Wir haben uns hier natürlich ein paar Tipps von den Profis geholt von Martin Rütter DOGS Wien geholt.

Die Box wird zunächst einfach in den Raum gestellt, ohne dass sie benutzt wird. Der Hund soll sich an den zusätzlichen Gegenstand gewöhnen und erst nach einiger Zeit fängt man an, dem Hund die Box schmackhaft zu machen. Dazu wirft man z.B. ein Leckerli in die Box und der Hund kann es herausholen. Immer wenn der Hund in die Box geht, bekommt er ein Signal z.B. „Box“. Das macht man so lange, bis es für den Hund ganz normal scheint, rein und raus zu gehen. Das Signalwort „Box“ dient dazu, dass man später seinen Hund auch aus der Ferne in seine Box schicken kann.

Als nächsten Schritt kann man dem Hund einen Kauartikel in die Box legen, mit dem Ziel, dass er diesen auch in der Box frisst. Geht er hinein und will mit dem Kauartikel wieder rausgehen, nimmt man ihm diesen einfach wieder weg. Er soll schließlich lernen, diesen in der Box zu fressen. Nun kann man langsam beginnen, die Türe der Box zu schließen, anfangs nur wenige Sekunden und mit der Zeit immer länger. Frauchen und Herrchen bleiben aber bei der Box und verlassen nicht den Raum.

Man dehnt die Zeit immer weiter aus und der Hund soll auch in der Box bleiben, wenn er bereits aufgefressen hat. Idealerweise macht man dieses Training, wenn der Hund gut ausgelastet ist oder in seinen Ruhephasen. Fängt der Hund an zu jammern oder zu bellen wird er ignoriert – das gilt jedoch nicht, wenn der Hund Panik bekommt! Mit Angst und Panik darf der Hund nicht in der Box gelassen werden. Angst und Panik erkennt man an hecheln, großen Augen und zittern.

Wenn man es geschafft hat, dass der Hund einige Minuten ruhig in der Box bleibt, dann dehnt man die Zeit immer weiter aus und man kann auch für einige Minuten den Raum verlassen. Langsam und Schritt für Schritt dehnt man die Zeit und die Entfernung aus. Zu beachten ist, dass eine Box nur einen begrenzten Raum zur Verfügung stellt und der Hund deswegen nicht endlos sondern nur für eine begrenzte Zeit in einer Box gehalten werden sollte. Nach dem Aufenthalt in der Box sollte dem Hund ausreichend Bewegung ermöglicht werden. Jeder Hund hat sein eigenes Tempo, um sich an eine Box zu gewöhnen und darauf sollte auch geachtet werden, denn der Hund soll die Box als etwas Angenehmes wahrnehmen.

Bruno hat eine Woche gebraucht, sich aber auch einiges von Leopold abgeschaut. In der Regel sollte man Hunden jedoch 2-4 Wochen zugestehen

Checkliste Hundebox

  • Beim Kauf der Hundebox darauf achten, dass sie die richtig Größe hat.
  • Die Box gemütlich zu gestalten, kann kein Fehler sein.
  • Wichtig ist die positive Assoziation: Der Hund muss langsam und richtig an die Hundebox gewöhnt werden.
  • Bitte keinen Hund in eine Box zwingen.
  • Die Hundebox sollte immer sauber sein.
  • Eine Hundebox darf keine Strafmaßnahme sein. Ein Hund ist ein soziales Wesen, ihn zur Bestrafung für einen längeren Zeitraum einzusperren, ist nicht in Ordnung. Bei einfühlsamer und konsequenter Erziehung, ausreichender Beschäftigung und Bewegung wird jeder Hund lernen, sich ruhig auf seinem Platz zu verhalten, ganz ohne Riegel oder Gitterstäbe.

Wann macht eine Hundebox Sinn?

  • Um das Alleinsein zu üben.
  • Auf Reisen, bei neuen Umgebungen z.B. in einem Hotel.
  • Als Rückzugsort.
  • Wenn Gäste, Freunde oder Familie Angst vor Hunden haben.
  • Bei unsicheren oder ängstlichen Hunden.
  • Stubenreinheit mit Welpen zu üben. Z.B. stellt man die Box neben das Bett und lässt sie offen. Wenn der Welpe unruhig wird, geht man mit ihm raus und gewöhnt ihn so daran, stubenrein zu werden. Der Vorteil: Der Hund ist vom Welpenalter an, an seine Hundebox gewöhnt.
  • Bei Problemhunden. Wenn Hunde z.B. eine schwere Vergangenheit haben und man wenig darüber weiß. Manche Hunde reagieren extrem auf äußere Reize, andere Menschen oder Umgebungsgeräusche, die sie noch nicht kennen. Die Box kann für den Hund ein eigener sicherer Platz sein, der ihn von ungewohnten Reizen abgeschirmt und ihm einen Rückzugsort bietet, solange er sich an seinen Alltag gewöhnt. Die Box kann speziell in der Eingewöhungsphase ein stressfreies Miteinander fördern und den Hund an den normalen Alltag zu gewöhnen.
  • Als Transportbox z.B. für Tierarztbesuche (bei kleinen Hunden).

Dieser Artikel entstand in Kooperation mit Hunter – Qualität leben.
Mehr Info zu den Produkten findet ihr hier.